Link-Prüfung
Die Link-Prüfung prüft alle ausgehenden Links Ihrer ausgewählten Seiten auf Erreichbarkeit, Redirect-Ketten und Mixed-Content-Probleme. Sie arbeitet regelbasiert ohne KI direkt im Backend und ist damit besonders schnell und kostengünstig.
Wann Link-Prüfung einsetzen?
- Tote Links finden: Externe Verweise auf 404-Seiten, Server-Fehler oder offline genommene Domains
- Redirect-Ketten aufdecken: Mehrere hintereinandergeschaltete Weiterleitungen (z. B. http -> https -> www -> Zielseite), die Ladezeit und SEO verschlechtern
- Mixed Content erkennen: http-Links auf einer https-Seite, die Browser-Warnungen auslösen
- Robots-blockierte Verweise sehen: Links, die laut
robots.txtnicht abrufbar sein dürfen - Regelmäßige Kontrolle: Automatische Scans per Zeitplan, damit veraltete Verlinkungen früh auffallen
Scan-Profil anlegen
- Öffnen Sie Ihr Projekt und rufen Sie über Projekteinstellungen > Scan-Profile die Verwaltungsseite der Profile auf
- Klicken Sie dort auf Neues Profil (derselbe Knopf steht auch auf dem Tab Übersicht des Projekts)
- Wählen Sie als Scan-Typ Link-Prüfung
- Vergeben Sie einen Namen und wählen Sie die zu prüfenden Quell-URLs im Sitemap-Baum
- Konfigurieren Sie die Link-Prüfungs-Optionen (siehe unten)
- Optional: Legen Sie einen Zeitplan fest für automatische Scans
- Speichern Sie das Profil und starten Sie den ersten Scan
Optionen
Beim Anlegen oder Bearbeiten eines Link-Prüfungs-Profils stehen folgende Einstellungen zur Verfügung:
Interne Links prüfen
Verweise auf die eigene Domain in die Prüfung einbeziehen. Standardmäßig aktiviert. Deaktivieren Sie diese Option, wenn Sie sich nur auf externe Links konzentrieren möchten.
Externe Links prüfen
Verweise auf fremde Domains in die Prüfung einbeziehen. Standardmäßig aktiviert. Deaktivieren ist sinnvoll, wenn z. B. nur die interne Verlinkungsstruktur kontrolliert werden soll.
robots.txt respektieren
Wenn aktiviert, prüft die Link-Prüfung vor jedem externen Aufruf, ob die Ziel-URL laut robots.txt für automatische Tools erlaubt ist. Blockierte Links werden als Finding ausgewiesen, aber nicht abgerufen.
Redirects folgen
Standardmäßig aktiviert. Die Prüfung folgt bis zu 5 Weiterleitungen, um die endgültige Ziel-URL zu erreichen.
Mixed Content kennzeichnen
Wenn die Quellseite über https ausgeliefert wird und ein Link auf http verweist, wird das als Finding markiert. Mixed Content führt in Browsern zu Sicherheitswarnungen.
Wiederkehrende Navigations-Links erkennen
Ein Ziel, das auf vielen Seiten verlinkt ist (Header, Footer, Menü), wird ohnehin immer nur einmal abgerufen - unabhängig von dieser Einstellung.
Der Schalter entscheidet allein darüber, ob ein solcher Befund den Zusatz „Navigations-Link: auf N Seiten gefunden" trägt. Das hilft beim Einschätzen: Ein defekter Link im Footer betrifft die ganze Website, ein defekter Link in einem alten Beitrag nur eine Seite.
Tokens spart die Option nicht. Abgerechnet wird nach der Zahl der Links je Quellseite, nicht nach der Zahl der tatsächlichen Abrufe.
Maximale Links pro Seite
Begrenzt, wie viele unterschiedliche Outlinks pro Quellseite extrahiert werden. Standard: 200. Schützt vor sehr langen Linklisten-Seiten.
Schwellwert für Redirect-Ketten
Ab wie vielen hintereinandergeschalteten Weiterleitungen ein Finding erzeugt wird. Standard: 2.
Domain-Ausschlussliste
Domains, die komplett von der Prüfung ausgeschlossen werden (z. B. Tracking-Dienste, Social-Media-Buttons, interne Tools). Eintragsweise pflegbar.
Scan-Ergebnisse verstehen

Nach einem Scan finden Sie die Ergebnisse in der Scan-Detail-Ansicht. Die Findings sind nach Kategorien unterteilt:
Toter Link (Broken Link)
Der Ziel-Server hat einen Fehler-Statuscode (4xx oder 5xx) zurückgegeben. Die Seite ist für Besucher nicht mehr erreichbar.
Timeout
Der Ziel-Server hat innerhalb des Zeitlimits (10 Sekunden) nicht geantwortet. Mögliche Ursachen: langsame Server, vorübergehende Ausfälle, blockierende Firewalls.
Redirect-Kette
Die Ziel-URL leitet über mehrere Stationen weiter (mehr als der konfigurierte Schwellwert). Empfehlung: direkte Links auf die endgültige URL setzen.
Unsicherer Link (Mixed Content)
Auf einer https-Seite verweist ein Link auf http. Browser markieren solche Seiten als "nicht vollständig sicher".
Durch robots.txt blockiert
Die Ziel-URL darf laut robots.txt nicht von automatischen Tools abgerufen werden. Häufig kein Fehler, aber gut zu wissen.
Token-Kosten
Die Link-Prüfung rechnet pro Quellseite ab. Eine Quellseite mit bis zu 50 Links kostet 3 Tokens. Für je weitere angefangene 50 Links auf derselben Seite kommt 1 Token hinzu. Maßgeblich sind die auf der jeweiligen Seite gefundenen unterschiedlichen Links; Links, die auf mehreren Quellseiten vorkommen, werden nur einmal abgerufen, zählen aber bei jeder Quellseite für die Kosten mit.
Zwei Beispiele, jeweils mit 20 Quell-URLs:
- 40 Links pro Seite: 3 Tokens je Seite, also 20 x 3 = 60 Tokens
- 800 Links pro Seite: 3 + 15 Tokens je Seite, also 20 x 18 = 360 Tokens. Damit tatsächlich so viele Links erfasst werden, müssen Sie die Option Maximale Links pro Seite anheben, voreingestellt sind 200.
Die genauen Kosten werden vor dem Scan angezeigt und Tokens im Voraus reserviert.
Tipps
- Auf wenige Quell-URLs konzentrieren: Die Link-Prüfung folgt 1-hop, d. h. extrahiert Links nur aus den gewählten Quellen. Wählen Sie strategische Seiten (Startseite, Hauptkategorien) statt aller URLs
- Domain-Ausschlussliste pflegen: Schließen Sie Domains aus, die häufig falsch positiv sind (z. B. Tracking, Social-Media-Buttons)
- Mit Inhaltsbewertung kombinieren: Während die Inhaltsbewertung verdächtige URL-Muster in der Sitemap findet, prüft die Link-Prüfung tatsächliche Linkziele in den Seiten
- Findings in Ignore-Liste markieren: Bekannte, akzeptierte Probleme (z. B. absichtliche Redirects auf Login-Seiten) können Sie als ignoriert markieren - sie werden in zukünftigen Scans nicht mehr angezeigt