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GEO-Audit ​

Das GEO-Audit untersucht, wie gut eine Website für KI-Antwortsysteme wie ChatGPT, Claude oder Gemini aufbereitet ist. Es verbindet technische Prüfungen, Inhaltsanalysen, strukturierte Daten und Markensignale zu einem GEO-Score von 0 bis 100.

Die sechs Kriterien ​

  • Zitierfähigkeit (25 %): Können einzelne Textabschnitte ohne weiteren Kontext verstanden und zitiert werden?
  • Markenautorität (20 %): Ist die Marke in verlässlichen Wissensquellen eindeutig erkennbar?
  • E-E-A-T (20 %): Vermitteln die Inhalte Erfahrung, Fachwissen, Autorität und Vertrauenswürdigkeit?
  • Technik (15 %): Können KI-Crawler zugreifen und sind Seiten sowie llms.txt technisch gut vorbereitet?
  • Schema.org (10 %): Sind relevante Entitäten mit strukturierten Daten eindeutig beschrieben?
  • Plattform-Readiness (10 %): Ist die Marke in KI-relevanten Quellen konsistent und nachvollziehbar präsent?

Berechnung des GEO-Scores ​

GEO-Score mit Note und den sechs gewichteten Dimensionen

Jedes bewertete Kriterium erhält einen Wert von 0 bis 100. Der Gesamtwert ist der gewichtete Durchschnitt dieser Werte. Die Note wird wie folgt vergeben:

  • A: ab 85
  • B: ab 70
  • C: ab 55
  • D: ab 40
  • F: unter 40

Wenn eine KI-gestützte Bewertung nicht möglich ist, wird das betroffene Kriterium als nicht bewertet markiert. Es zählt nicht als null. Der Gesamtwert wird dann aus den verfügbaren Kriterien neu gewichtet und der Bericht als teilweise bewertet gekennzeichnet.

Profiloptionen ​

Das GEO-Audit richten Sie in einem eigenen Scan-Profil ein. Dort legen Sie Markennamen, Gründernamen, die Sprache der Analyse und die Zahl der geprüften Seiten fest; außerdem lassen sich drei Prüfungen einzeln abschalten und die Plattformen der Markenautorität einzeln zu- oder abwählen. Die Optionen sind unter Scan-Profile beschrieben.

Token-Kosten ​

Das GEO-Audit rechnet je Lauf ab, nicht je URL. Es setzt sich aus zwei Teilen zusammen:

  • Abruf und Analyse: 8 Tokens je abgerufener Seite plus einmalig 5 Tokens je Domain für robots.txt, llms.txt und die Abfrage der Wissensquellen.
  • KI-Bewertung: der größere Anteil. Sie besteht aus bis zu fünf Schritten, die den Kontext der gesamten Domain bewerten; der fünfte ist die Redaktionsplanung. Deren Grundlast fällt unabhängig von der Seitenzahl an, weshalb ein Lauf über eine Seite kaum günstiger ist als einer über zehn.

Weil der zweite Teil überwiegt, ist die Kostenvorschau vor dem Start die verbindliche Angabe: sie nennt den erwarteten Verbrauch und den Betrag, der reserviert wird. Wer die KI-Bewertung im Profil abschaltet, zahlt nur den ersten Teil. Wer nur die Redaktionsplanung abwählt, spart deren Anteil.

Abgerechnet wird jede angefasste Seite, auch eine, die sich nicht abrufen ließ. Läuft eine Seite in einen Fehler, sind die Tokens trotzdem verbraucht. Der Bericht weist in der Fußzeile aus, welches Modell verwendet wurde und wie viele externe Tokens angefallen sind.

Was der Bericht enthält ​

Vollständige Berichtsseite eines GEO-Audits mit Score und Dimensionsübersicht

Den vollständigen Bericht finden Sie im Scan-Ergebnis auf dem Reiter GEO-Bericht. Er umfasst:

  • PDF-Export über den Knopf Als PDF exportieren, etwa zur Weitergabe an Kundschaft oder ins Management.
  • Veränderung zum Vorlauf: Ab dem zweiten Lauf steht an jedem Wert, wie er sich entwickelt hat - siehe unten.
  • llms.txt: eine Prüfliste aus neun Punkten, ob Titel, Beschreibung, gegliederte Abschnitte, Einträge mit gültiger URL und Beschreibung, Kennzahlen und Kontaktangaben vorhanden sind. Der Score ergibt sich aus dem Anteil erfüllter Punkte.
  • Markenpräsenz: je geprüfter Plattform ein Wert von 0 bis 100 mit den Kennzahlen dahinter - von Wikipedia und Wikidata über YouTube, Reddit, Presse, Podcasts und Bewertungen bis zu den Entwicklerplattformen. Welche Plattformen berücksichtigt werden, legen Sie im Scan-Profil fest; wie die Werte entstehen, beschreibt Markenautorität.
  • Von der Website verlinkte Profile: die Plattform-Profile, die Ihre Website selbst ausweist, aus dem Schema.org-Feld sameAs und den Links der geprüften Seiten.
  • Zugriff der KI-Crawler: eine Tabelle mit Crawler, Betreiber, Stufe, Status und der greifenden Regel aus der robots.txt. Blockierte Systeme können die Inhalte nicht lesen und damit nicht zitieren. Was die Stufe bedeutet, erklärt das Fragezeichen an der Spalte und ausführlich der Abschnitt in Technik.
  • Maßnahmenplan: die empfohlenen Schritte, jeder mit Wirkung und Aufwand (hoch, mittel oder gering). So priorisieren Sie nach Nutzen und Machbarkeit.
  • Redaktionsplanung: neben dem Maßnahmenplan, der Technik und Signale abdeckt, schlägt die KI die Inhalte vor - siehe unten.
  • Vorschläge zum Übernehmen: von der KI erzeugte Dateientwürfe, die Sie kopieren oder herunterladen können. Prüfen Sie sie inhaltlich, bevor Sie sie veröffentlichen.
  • Geprüfte Seiten: die stärksten und die schwächsten Seiten sowie die Zahl der analysierten und der fehlgeschlagenen Seiten.
  • Hinweise aus dem Lauf, wenn etwas unvollständig geblieben ist, etwa ein erreichtes Seitenlimit, eine nicht abrufbare robots.txt oder eine im Scan-Profil abgeschaltete KI-Bewertung.

Redaktionsplanung ​

Die Redaktionsplanung beantwortet die Frage, welche Inhalte als Nächstes entstehen oder wachsen sollten. Sie hat drei Teile:

  • Neue Themen: Themen, die die Website noch nicht abdeckt, jeweils mit Begründung, Format (Ratgeber, FAQ, Vergleich, Glossar, Fallstudie oder eigene Daten), Priorität und den Fragen, die der Inhalt beantworten soll.
  • Offene Nutzerfragen: Fragen, die Nutzer KI-Systemen stellen und auf die die Website keine zitierfähige Antwort hat. Steht eine Zielseite daneben, gehört die Antwort dorthin; sonst steht dort neue Seite.
  • Seiten zum Ausbauen: Seiten aus diesem Lauf, die mit überschaubarem Aufwand zitierfähiger werden, mit Befund und Empfehlung.

Grundlage sind die Seiten des Laufs und die bereits bekannten Seiten aus früheren Läufen, damit kein Thema vorgeschlagen wird, das es schon gibt. Zielseiten und Seiten zum Ausbauen sind immer echte, geprüfte URLs; die KI kann keine Adressen erfinden. Trotzdem bleibt alles ein Vorschlag, den die Redaktion bewertet.

Die Redaktionsplanung entsteht bei Läufen mit KI-Bewertung, sofern sie im Scan-Profil nicht abgewählt ist. Ältere Läufe haben keine.

Die Projektansicht ​

Der Tab GEO-Audit eines Projekts ordnet die Ergebnisse nach der Art, wie man sie vergleichen kann. Läufe prüfen oft unterschiedliche Bereiche der Sitemap, und das ist gewollt. Ein Gesamtscore über die Blog-Seiten ist deshalb nicht mit einem über die Produktseiten vergleichbar. Die Ansicht trennt daher drei Arten von Ergebnissen:

  • Momentaufnahme: Gesamtscore, Note und Kriterien eines Laufs. Standardmäßig zeigt sie den neuesten Lauf. Gibt es mehrere Scan-Profile, wählen Sie oben rechts das Profil, dessen letzten Lauf Sie sehen möchten. Der Vergleich mit dem Vorlauf gilt nur innerhalb desselben Profils.
  • Domain-Fundament: KI-Crawler-Zugriff, llms.txt und Markenautorität. Diese Werte gelten für die ganze Website, unabhängig von der Seitenauswahl. Deshalb stehen sie immer aus dem neuesten Lauf da, mit Ampel, nächstem Schritt und Veränderung zum vorigen Lauf. Darunter zeigt das Diagramm ihren Verlauf.
  • Seitenbestand: jede bisher geprüfte Seite mit ihrem jüngsten Ergebnis, egal aus welchem Lauf. Mehr dazu im nächsten Abschnitt.

Darunter stehen Redaktionsplanung und Maßnahmenplan des gewählten Laufs nebeneinander.

Seitenbestand ​

Der Seitenbestand sammelt die Ergebnisse aller Läufe je URL. Ein Lauf über den Blog überschreibt die Produktseiten also nicht, sondern ergänzt den Bestand. Jede Seite wird mit ihrer eigenen vorherigen Prüfung verglichen, auch wenn diese aus einem anderen Profil stammt.

  • Kennzahlen: Zahl der Seiten, Durchschnittsscore, zitierfähige Seiten (Zitierfähigkeit ab 50), Seiten ohne Schema.org, Seiten, deren Inhalt erst per JavaScript entsteht, und veraltete Prüfungen.
  • Bereiche: die Seiten gruppiert nach dem ersten Pfadsegment, etwa /blog oder /produkte. Ein Sprachpräfix bleibt erhalten, /de/blog und /en/blog sind also eigene Bereiche. Jeder Bereich nennt seinen Schwachpunkt, also die schwächste der drei Seitenwerte Zitierfähigkeit, Technik und Schema.org. Ein Klick filtert die Tabelle auf den Bereich.
  • Tabelle: Seite, Score mit Veränderung, die drei Teilwerte, offene Befunde und das Datum der Prüfung mit dem Profil und einem Link in den Lauf. Sortieren lässt sich nach schwächstem oder stärkstem Score, größter Verschlechterung oder Verbesserung, ältester Prüfung oder den meisten offenen Befunden.

Eine Prüfung gilt nach 30 Tagen als veraltet und ist markiert. Solche Seiten sind Kandidaten für den nächsten Lauf.

Befunde: Seite oder gesamte Website ​

Der Reiter Findings trennt beide Arten von Befunden, weil sie sich unterschiedlich beheben lassen:

  • Seitenbezogene Befunde - zu kurze oder zu lange Textblöcke, fehlendes Schema.org-Markup, technische Punkte wie ein fehlender Seitentitel. Sie stehen in der Karte der betroffenen URL, samt Knopf Seite neu prüfen.
  • Übergreifende Befunde - die llms.txt, der Zugriff der KI-Crawler über die robots.txt und die Markenpräsenz. Sie gelten für die ganze Website und stehen deshalb in eigenen Karten oberhalb der URL-Karten, je Thema zusammengefasst. Eine unvollständige llms.txt ist kein Fehler einer einzelnen Unterseite, sondern einer der Website.

Die übergreifenden Karten sind immer vollständig sichtbar; sie laufen nicht mit über die Seitenzahlen der URL-Karten. Filter nach Status und Kategorie wirken auf beide Bereiche gleich. Im CSV-Export nennt die Spalte Geltungsbereich, ob ein Befund zu einer Seite oder zur gesamten Website gehört - bei übergreifenden Befunden bleibt die URL-Spalte deshalb leer. Der PDF-Bericht stellt sie ebenfalls als eigene Abschnitte vor die Seiten.

Vergleich mit dem Vorlauf ​

Ab dem zweiten Lauf zeigt der Bericht neben jedem Wert, wie er sich entwickelt hat: am Gesamtscore, an jedem der sechs Kriterien, am Wert der Markenpräsenz und an jeder einzelnen Plattform. Grün bedeutet gestiegen, Rot gefallen, Grau unverändert.

Verglichen wird immer mit dem vorherigen abgeschlossenen Lauf desselben Scan-Profils. Das ist Absicht: ein Profil mit vier Plattformen und 20 Seiten ist mit einem Profil mit zwölf Plattformen und 200 Seiten nicht vergleichbar. Läufe eines anderen Profils bleiben daher außen vor, auch wenn sie dieselbe Website betreffen. Unter dem Score steht das Datum des Vorlaufs, mit dem gerechnet wurde.

Vier Zustände sind zu unterscheiden:

  • +8 / -6 - beide Läufe haben einen Wert, die Differenz gilt.
  • ±0 - der Wert ist gleich geblieben.
  • neu - erstmals bewertet. Das ist kein Anstieg von 0, sondern eine neue Aussage: etwa eine Plattform, die Sie gerade im Profil zugeschaltet haben.
  • vorher 70 - im Vorlauf bewertet, in diesem Lauf nicht. Etwa weil eine Suche gedrosselt hat oder Sie die Plattform abgewählt haben. Der Wert ist nicht gefallen, er fehlt.

Zu jedem Abzeichen nennt ein Mouseover den vollen Satz mit Vorwert und Datum.

Hinweise zur Vergleichbarkeit ​

Manchmal liegt eine Bewegung nicht an der Website, sondern an geänderten Bedingungen. Solche Fälle stehen als Hinweis unter dem Score, statt die Zahlen stillschweigend gegeneinander zu stellen:

  • KI-Bewertung unterschiedlich - in einem der beiden Läufe fehlte sie. Dann sind unterschiedlich viele Kriterien in den Gesamtscore eingegangen.
  • Plattform-Auswahl geändert - im Scan-Profil wurden Plattformen zu- oder abgewählt.
  • Andere Zahl geprüfter Seiten - die Läufe haben deutlich unterschiedlich viele Seiten ausgewertet, etwa nach einer Änderung des Seitenlimits. Kleine Schwankungen einer Sitemap lösen den Hinweis nicht aus, erst eine Abweichung über 20 Prozent.

Auch der PDF-Bericht enthält diese Angaben: eine Spalte Zum Vorlauf an den Kriterien und an der Plattformtabelle sowie den Vergleichssatz samt Hinweisen unter dem Score.

Verlauf über mehrere Läufe ​

Das Diagramm im Domain-Fundament des Projekt-Tabs GEO-Audit zeigt nur Werte, die für die ganze Domain gelten: standardmäßig den Zugriff der KI-Crawler, über die Auswahl rechts oben die llms.txt, den Markenwert oder eine einzelne Plattform. Den Gesamtscore zeigt es bewusst nicht, weil er von der Seitenauswahl des Laufs abhängt und zwei Läufe über verschiedene Bereiche eine Bewegung vortäuschen würden. Die Entwicklung einzelner Seiten steht stattdessen im Seitenbestand.

Läufe ohne Wert für die gewählte Kurve bleiben eine Lücke und werden nicht als 0 gezeichnet - eine Lücke ist kein Einbruch. Ein Hinweis unter dem Diagramm weist darauf hin, sobald eine solche Lücke enthalten ist.

Ergebnisse richtig verwenden ​

Maßnahmenplan mit Empfehlungen, Wirkung und Aufwand

Der GEO-Score ist eine priorisierte Bestandsaufnahme, keine Garantie für eine Erwähnung in KI-Antworten. Prüfen Sie zuerst Kriterien mit niedrigem Wert und hohem Gewicht. Die Findings zeigen konkrete technische oder inhaltliche Ansatzpunkte. Wiederholen Sie das Audit nach größeren Änderungen, um die Entwicklung zu vergleichen.

Veröffentlicht unter qualivise.ai